Wieviel Feuer braucht der Mensch?

 
   

Die neue Produktion von KASKOM in Kooperation mit KUNSTWERK:
Ausgangspunkt ist ein alter Mythos: Das Drama des Aischylos „Der gefesselte Prometheus“.

     
   

 

Prometheus bringt den Menschen das Feuer – und damit jede Voraussetzung für Entwicklung und Fortschritt. Feuer ist Energie, Feuer belebt und beschützt, es erhellt und setzt eine Entwicklung in Gang. Aber es verbrennt auch, zerstört und löscht aus. Prometheus machte ihnen ein zweites Geschenk:

     
     

Die Hoffnung. Sie gab den Menschen die Fähigkeit, ihr Eintagsfliegen-Dasein zu vergessen – die Voraussetzung für jede Form von Produktivität. Wie das Feuer hat auch die Hoffnung zwei Seiten: Sie schützt – und betäubt. Wie eine Droge.

     
       


Die Parallele zwischen Droge und Feuer ist offensichtlich: werden sie übermächtig, entfalten sie eine extrem zerstörerische Energie.
Jeder Mensch wird irgendwann mit einer derartigen Grenzerfahrung konfrontiert: Alles hat seinen Preis. Jeder Errungenschaft steht auch ein Opfer gegenüber. Bei der Grenzerfahrung Sucht jedoch, wird besonders schnell, hart und direkt bezahlt. Am eigenen Leib.

Auch die Griechen bewegte das Thema Grenzerfahrung. In ihren Theater-Texten und auf ihren Bühnen bewegten sich Figuren, deren Aufgabe es war, sich über das allgemeine Maß zu erheben. Dafür wurden Grenzüberschreiter bestraft.

Mit den Darstellern von KASKOM stehen Menschen auf der Bühne, deren jahrelanges Selbstverständnis es war, sich in dem Grenzbereich von Belohnung und Bestrafung zu bewegen. Sie haben sich durch ein Leben zwischen den beiden Seiten des Feuers, aber auch denen der Hoffnung hin und her bewegt.

   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  KASKOM: Theaterprojekt mit Ex-Junkies
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