gral

ein bunter Abend in zwei Teilen

6.05. und 8.05. 2005, 20 Uhr, Monsun Theater

Erster Teil

Es war einmal

Der Regisseur Martin Kreidt beschäftigt sich seit der Gründung der Ex- Junkie-Theatergruppe KASKOM 2001 mit der Affinität zwischen Rausch, Sucht und Bühne. In Es war einmal setzten sich Klienten der Therapie- Einrichtung "Jugend hilft Jugend" mit dem deutschen Märchen auseinander. Sie erzählen von Mädchen, die ahnungslos gefressen werden, von Kindern die sich im dunklen Wald verirren, von bösen Stiefmüttern, die Kinder im Dreck schlafen lassen, aber auch von schönen Feen, Märchenprinzen, Liebe und Glück.


Zweiter Teil

Gute Reise (dann leben sie heute noch)

Gute Reise ist die dritte Produktion von KASKOM. In ihr wird der Moment der Umkehr und des Ausstiegs beschrieben. Eine junge Frau unternimmt eine merkwürdig skurile Reise, auf der sie in Kontakt mit einer ihr vollkommen fremden Kultur kommt. Nach hilflosen Versuchen sich auf sie einzulassen, gibt sie schließlich ihrem Leben eine neue Richtung. Gute Reise ist kein Lehrstück sondern ein heiterer Aufriss über Wege und Umwege - die manchmal dann doch zum Ziel führen. Regie führt die Regisseurin Ute Rauwald.

Gral - ein bunter Abend in zwei Teilen wird produziert von KUNSTWERK e.V..

In Zusammenarbeit mit JUGEND HILFT JUGEND e.V.

GRAL wird unterstützt durch die

     
 
   
         
 

Die KASKOM Theatercompany

 

Das Ensemble der KASKOM Theatercompany bilden ehemalige Drogensüchtige. Die Gruppe besteht aus neun Schauspielern und arbeitet seit 2001 unter der Leitung der Hamburger Regisseure Andreas Bode und Martin Kreidt.

Regie: Andreas Bode

30, Kompositionsstudium, Studium der Opern-Regie und der Schauspieltheater-Regie an der Universität Hamburg

Assistenzen u.a. bei bei Götz Friedrich, Robert Wilson
und Christof Nel

Stipendiat Kulturstiftung der Deutschen Bank

Theaterprojekte u.a. auf Kampnagel

Hamburg u. Hessisches Staatstheater Kassel

Mit “Die Jungfrau von Orleans” nach F.Schiller, eingeladen zu den 12. Internationalen Schillertagen, Nationaltheater Mannheim.

Dramaturgie: Martin Kreidt

42, Schauspielstudium Hochschule Stuttgart

Engagements an Stadttheatern

Regieklasse von Jürgen Flimm Universität Hamburg

Inszenierungen an Staats- und Stadttheatern Gastprofessor und Dozent an der Universität Hamburg

Werbetexter

 
 

Am Anfang stand die Frage der Regisseure, wie man sich mit den Mitteln des Theaters dem Thema Sucht nähern kann. Dabei wurde schnell klar, dass Betroffene zu Wort kommen müssen – also Menschen, die zum Thema etwas zu sagen haben.
Dies führte zu der Gründung der KASKOM Theatercompany: Ehemalige Junkies, alle mit steiler Suchtkarriere, entdecken auf der Bühne die Möglichkeit für den Kick ohne Chemie. Für die Zuschauer der Produktionen eröffnet die Authentizität von KASKOM eindringliche Einblicke in die mörderischen Verheißungen und Abgründe des Drogenkonsums, die durch den bewusst fehlenden moralischen Zeigefinger umso berührender und beklemmender werden.

 
 
 
         
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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