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Gebrüder
Wolf
„An de Eck steiht´n
Jung mit´n Tüdelband...“ – das wohl bekannteste
Hamburger Volkslied geht zurück auf die Ludwig Wolf/Isaac. Die Gebrüder
Wolf, jüdische Schlachtersöhne aus der Hamburger Neustadt, feiern
in den 10er und 20er Jahren des letzten Jahrhunderts als Volkssänger,
Komiker und Revuestars Triumphe. Als waschechte Hamburger Jungs in Hafenarbeiterkluft
erfreuen sie sich bald auch internationaler Beliebtheit.
Das Jahr 1933 markiert den Anfang vom Ende: Nach dem Berufsverbot für
jüdische Künstler dürfen die Wolfs ihre Lieder nur noch
im Rahmen des jüdischen Kulturbundes singen. Ein Teil der Familie
wandert aus, andere Familienmitglieder kommen in Konzentrationslagern
ums Leben. Die Gebrüder Wolf geraten in Vergessenheit, nicht aber
ihre Lieder, die bis heute in Hamburg gesungen werden.
Mehr als sechzig Jahre vergehen – bis der Hamburger Filmemacher
Jens Huckeriede auf das Thema aufmerksam wird und der Geschichte nachspürt,
die hinter dem Lied vom Tüdelband verborgen ist. Huckeriede und KUNSTWERK
machen sich zum Ziel, die Gebrüder Wolf in die Erinnerung ihrer Stadt
zurückzuholen. |
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