KUNSTWERK  und Kampnagel

präsentieren das 

YoungStar Fest

 

Das YoungStar Fest ist ein internationales Festival der Künste von

Jugendlichen für Jugendliche. Theater, Tanz, Performance, bildende

Kunst, Musik: internationale Künstler der verschiedenen Sparten

haben mit Schülerinnen und Schülern aus Hamburg gearbeitet und

präsentieren nun die spannenden Ergebnisse.

Ob Andrey Bartenevs schriller Kostümumzug, die Operetten Insel von

Jacques Palminger and the Kings of DubRock, ob HipHop mit Samir

Akika, Forschungstheater von Sibylle Peters, Sylvi Kretzschmar

zwischen Gut und Böse oder Theatertexte mit Feridun Zaimoglu: das

YoungStar Fest zeigt,

wie vielseitig, stark und überraschend Kunstprojekte mit jungen

Protagonisten sind. Neben diesen Festivalproduktionen präsentiert

das YoungStar Fest vier Gastspiele: das Colegio del Cuerpo aus

Kolumbien zeigt eine atemberaubende Choreografie über Erinnerung

und Vergessen, Nao Albet und Marcel Borras aus Barcelona kommen

mit einer Teenager-Vision des Nicht-Erwachsenwerdens nach

Hamburg, in einem Konzert-Road-Movie des Düsseldorfer Regisseurs

Ingo Toben geht es um Leben und Tod und die Girl-Group She She

Pop lädt ein, sich selbst zu erfinden.

Ein Labor der Traumbilder, zwei Workshops mit Showcase Beat Le

Mot und Sibylle Peters, ein Bandfestival, das Symposium YoungStar

Reflektor und die Schultheaterwoche Theater Macht Schule machen

das Programm komplett.

Die Stars sind die jungen Darsteller – ihre Ideen, Themen und

natürlich sie selber. Bühne frei!

Eva Maria Stüting | Künstlerische Leitung

 

 

 

 

Das Programm:

 

Andrey Bartenev / Sasha Frolova, Russland

Die Parade der Unsichtbaren

Ein szenischer Kostümumzug der besonderen Art

Karneval meets Popkultur: Die Parade der Unsichtbaren ist

ein spektakulärer Umzug durch die Straßen Barmbeks rund um

Kampnagel. Dem Unsichtbaren des Alltags setzt die Parade

eine schillernde Parallel-Realität entgegen: Laut und bizarr

nehmen 25 SchülerInnen der Haupt und Realschule Langenhorn

das Publikum mit auf eine Entdeckungsreise durch das Viertel.

In Zusammenarbeit mit dem russischen Ausnahme-Künstler

Andrey Bartenev und der russischen Pop-Sängerin Sasha Frolova

haben die Jugendlichen in drei Wochen Kostüme, Musik

und Showelemente der Parade entworfen. Ein Spaziergang der

besonders schrägen Art und eine fulminante Eröffnungsshow

des YoungStar Festes.

Sa-06.06. bis Mo-08.06. /19:00

 

 

 

Feridun Zaimoglu / Günter Senkel /GSK Wilhelmsburg, Hamburg

Young Writers:

Ich schreib mich selbst!

Ich schreib mich selbst: Der Titel ist Programm. Seit Beginn

des Schuljahres 2008/2009 arbeiten der deutsch-türkische

Autor Feridun Zaimoglu und sein Co-Autor Günter Senkel mit

Schülern der Gesamtschule Kirchdorf/Wilhelmsburg an ihren

eigenen Theaterstücken. Die Stücke entstehen da, wo die

Wirklichkeit der Jugendlichen beginnt. Ihre Themen sind die

Themen des Stückes, ihre Worte die Dialoge, der dramatische

Text ist ihr Sprachrohr. Die jungen Autoren setzen ihre

Stücke szenisch um und sind Hauptdarsteller ihrer eigenen

Fantasie – es entstehen drei Theater-Shortcuts zu Themen wie

Familie, Gewalt und Liebe unter der Regie von Zaimoglu /

Senkel. Ein spannender Theaterabend: von Anfang bis Ende

selbst gemacht.

Mit freundlicher Unterstützung des Fonds Kultur Bewegt und TuSch –

Theater und Schule.

 

Fr-12.06. bis So-14.06. /19:30

 

Samir Akika (Frankreich / Algerien) / HipHop Academy Billstedt

660@k6

Ein Stück HhipHop 

Was bedeutet Rebellion für die Generation der 16 bis 20 Jährigen

in Deutschland am Anfang des 21. Jahrhunderts? Ist es

ein kollektives Aufbegehren gegen bestehende Machtstrukturen

oder sind es die kleinen Revolten des Alltags, die über Veränderung

oder Stillstand entscheiden? In 660@k6 erarbeitet

der in Essen lebende algerisch-französische Choreograf Samir

Akika mit 20 jungen BBoys, Beatboxern und Sprayern der HipHop

Academy Billstedt eine Choreografie, die sich zwischen die

Welten von Anpassung und Aufstand begibt und die Geschichten

der Jugendlichen erzählt. Ein schnelles, furioses Stück über

Realität, eigene Welten, die Kraft des HipHop und was danach

kommt.

Mit freundlicher Unterstützung des Fonds Soziokultur und der Buhck Stiftung.

 

Mi-17.06. bis Fr-19.06. /20:00

Jacques Palminger & the Kings of Dub Rock, Hamburg

DIE INSEL

ein Musik-Theaterprojekt mit Hamburger Schülerinnen

 

Die Hamburger Band Jacques Palminger and the Kings of

DubRock gibt ihr Theaterdebut! Ihre Geschichte erzählt von

einer als Forschungsreise geplanten Klassenfahrt auf einem

Schulschiff, die in der Katastrophe endet: Das Boot gerät in

Seenot und sinkt. Die Schüler können sich mit ihren Lehrern

auf eine unbewohnte Insel retten. Die Stimmung schwankt zwischen

Verzweiflung, Lethargie und immer wieder aufflammender

Hoffnung. Schnell bildet sich eine eigene Welt mit eigenen

Regeln und Ritualen.

Es geht um hierarchische Systeme, die Demütigungen des Alltags,

die Macht der Langeweile und die Vision einer besseren

Zukunft. Palminger und die Kings entwerfen mit 20 Hamburger

Jugendlichen eine bizarre Realität, in der alles und nichts

möglich erscheint. Sie verbinden Tanz, Musik und szenisches

Spiel zu einem Gesamtkunstwerk schillernder (Alp)Traum-

Fantasien.

Do-18.06. bis Sa-20.06. /19:30

 

Sylvie Kretzschmar, Hamburg

Hell

Teuflische Szenencollage mit SchülerInnen

der Erich-Kästner Gesamtschule Farmsen-Berne

Es kann gut tun, etwas kaputt zu machen. Ein voll aufgedrehter

Verstärker kann Spaß machen und böser Krach in den

Ohren klingeln. Engel sind nicht immer Engel und gut Gemeintes

bringt nicht unbedingt Gutes hervor. Manchmal rettet ein

Monster die Welt.

Was ist DAS GUTE und was DAS BÖSE? Für Schüler einer 8.

Klasse der Erich-Kästner-Gesamtschule in Farmsen ist die

Auseinandersetzung mit den Begriffen GUT und BÖSE Ausgangspunkt

für dieses Bühnenprojekt. Mit sehr unterschiedlichen

Mitteln aus Performance, Theater, Video, Fotografie und

Musik nähern sie sich im Arbeitsprozess mit der Performance-

Künstlerin Sylvi Kretzschmar gesellschaftlichen und persönlichen

Fragen nach Moral, Wertmaßstäben und deren Definitionsmacht.

Es geht um das Finden und Erfinden ganz eigener

Geschichten, Bilder und Szenen, um die Hölle im Himmel und

Heaven in Hell.

So-14.06. bis Di-16.06. /19:00

 

Colegio del Cuerpo, Kolumbien

Lacrimae

Die neueste Produktion des kolumbianischen Colegio del

Cuerpo LACRIMAE ist eine hinreißende Reise in die Tiefen

kolumbianischer Erinnerung. Archaische Rituale verbinden

sich in traumtänzerischer Konzentration mit explosiven

Bildern heutiger Vergangenheit. LACRIMAE ist eine leidenschaftliche

Hommage an das alte und neue Kolumbien und an

seine Kinder.

Vor zehn Jahren gründete der kolumbianische Choreograf

Alvaro Restrepo gemeinsam mit der französischen Choreografin

und Tänzerin Marie-France Delieuvin das Colegio del Cuerpo

(Schule des Körpers) in Cartagena de Indias. Dort erlernen

Kinder und Jugendliche aus den ärmsten Vierteln der Stadt

das Tanzen als eine Alternative zu ihrem oft chancen- und

perspektivlosen Alltag. Die Schule hat eine Gruppe jugendlicher

Tänzer hervorgebracht, die mit ihrer unbändigen Energie,

Intensität und Virtuosität das Publikum international

zu verzaubern weiß.

 

Mit
freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur, Sport und
Medien Hamburg,

des
Außenministeriums Kolumbien, der Kolumbianischen Botschaft in Berlin
und des

Goethe
Instituts.

 

Sa-06.06., So-07.06. /20:00

 

Nao Albet / Marcel Borràs, Spanien

teenager experience:

straithen con freighten

Eine Produktion der Grup Instrumental Barcelona 216

Eine Nacht, eine Gruppe von Freunden, Spiel und Ernst: Das

erste Stück des 16-jährigen katalanischen Regisseurs Nao

Albet STRAITHEN CON FREIGHTEN entwickelt und beantwortet mit

seinen 16 bis 21-jährigen Darstellern fast mühelos die Frage

nach Schein und Sein. Zwischen MTV-Ästhetik und Poesie,

zwischen Jag-Ass Motiven und Familienidylle findet es seine

ganz eigene unverstellte Sprache, die den Ton einer Generation

trifft.

Nao Albet arbeitete bislang als Schauspieler u.a. mit Roger

Bernat, Rodrigo Garcias und Mario Gras. Sein Regiedebut ist

eine atemlose Jagd nach den Sensationen des Alltags und

sich selbst.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Spanien, des Instituto Cervantes

und des Instituto Ramon Llul.

 

Mi-15.06., Di-16.06. /20:00

Ingo Toben, Düsseldorf

Der Geschmack

der Kirsche

Ein Road-Movie mit Live-Musik

nach Motiven von Abbas Kiarostami

DER GESCHMACK DER KIRSCHE ist ein Roadmovie zwischen Verzweiflung

und Hoffnung. Ein junger Mann hat seinen Selbstmord

beschlossen. Das Grab ist geschaufelt, die Schlaftabletten

bereit. Nun ist er auf der Suche nach jemandem,

der ihn nach seinem Tod mit Erde bedeckt.

Düsseldorfer Haupt- und Gesamtschüler haben mit Künstlern

verschiedener Sparten dieses eindrucksvolle Stück zwischen

Konzert und Roadmovie erarbeitet. Das Thema Selbstmord wird

so facettenreich, klug, unterhaltsam und traurig variiert,

in Musik und Bildern aufgenommen, das es den Schimmer Licht

am Ende des Tunnels nie aus den Augen verliert. DER GESCHMACK

DER KIRSCHE ist eine Liebeserklärung an das Leben.

 

Eine Produktion von Ingo Toben und dem Forum Freies Theater Düsseldorf.

Mo-08.06., Di-09.06. /19:30

 

K3-Jugendklub, Hamburg

Building Bodies/ Nach jemandes Geige tanzen

Bin ich ein Konstrukt aus zusammen gebastelten Ideen,

Vorstellungen und Erfahrungen? Kann ich mich wie in einem

Baumarkt im Regal der Möglichkeiten bedienen und mit den

Einzelteilen immer neue Entwürfe ausprobieren? Welche Rolle

spielt dabei mein Körper? Wie gestaltet mein Körper Raum

und umgekehrt? Fragen nach Möglichkeiten, Alternativen und

Varianten von Selbstinszenierung und -konstruktion sind Ausgangspunkt

und Thema der neuen Produktion des K3-Jugendklubs

mit dem Choreografen Philipp van der Heijden.

Im zweiten Teil des Abends zeigt der K3-Jugendklub nochmals

NACH JEMANDES GEIGE TANZEN (Choreografie Antje Pfundtner),

das im Februar dieses Jahres Premiere hatte.

Den K3-Jugendklub gibt es seit 2007 - tanzbegeisterte Jugendliche

ab 15 Jahren trainieren und probieren unter der

Leitung von Friederike Lampert mit verschiedenen Choreografen.

 

BUILDING BODIES ist eine Produktion von K3 | Tanzplan Hamburg und entsteht in

Kooperation mit dem Forschungsprojekt „Der choreographische Baukasten“, das mit

Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in der Projektleitung

von Prof. Dr. Gabriele Klein am Fachbereich Bewegungswissenschaft der

Universität Hamburg entwickelt wird.

Do-11.06., Fr-12.06. /19:00

 

Sasha Piroth, Hamburg

Traumlabor Kopf

Grafische Werkstatt für Träume

Was wünscht ihr euch?

Das Traumlabor erfüllt Eure Wünsche: Willst Du Dinosaurier

reiten, als Mafia-Boss die Welt regieren oder wie eine Meerjungfrau

Delfine küssen? Dein Traum sei mir Befehl –

im Labor entstehen Bildcollagen, die jeden Wunsch umsetzen.

Was und wer Du auch immer sein willst: Der Hamburger Künstler

Sascha Piroth entwickelt mit Dir Dein ganz eigenes Bild,

das dann während des Festivals auf Kampnagel ausgestellt

wird. Die entstandenen Bilder werden am Ende des Festivals

auf dem Traumlabor-Laufsteg von ihren Erfindern präsentiert.

Denk Dich neu!

Sa-06.06. bis Sa-20.06.

 

Showcase Beat Le Mot, Hamburg

und Hamburger Jugendliche

Politics and Colours

 Werkstattpräsentation

Wie formuliere ich meine eigene politische Überzeugung,

welche Zeichensysteme stehen mir dazu zur Verfügung, welche

Orientierungshilfen gibt es in einer immer unüberschaubarer

werdenden Welt? In einem dreitägigen Workshop arbeitet das

Hamburger Performance-Kollektiv Showcase Beat Le Mot mit

Hamburger SchülerInnen zum Thema Politik und Farben und

präsentiert eine politische Colour-Aktion. Der symbolische

Umgang mit politischen Zeichen wird erarbeitet und szenisch

ausprobiert. Fahnen, Farb-Coreografien, visuelle Markierun–

gen von Territorien, Schüttaktionen: Welche Möglichkeiten

ergeben sich über die farbliche Zuordnung einer politischen

Idee?

Showcase Beat Le Mot eröffnen den TeilnehmerInnen spie–

lerisch Perspektiven auf szenische Ausdrucksmöglichkeiten

jenseits der Darstellung – die pure Aktion steht im

Vordergrund.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung.

Sa-13.06. /20:00

 

Welcome to punch!

Mit Anstand zum Aufstand!

Was ist Euch wichtig im Leben? Wofür geht Ihr auf die Barrikaden?

Rebelliert Ihr gegen sämtliche Vorschriften und Regeln

oder fügt Ihr Euch anständig der allgemein herrschenden

Meinung? Oder ist Anstand am Ende der wahre Aufstand?

Ob eine Hymne auf die Zivilcourage, ein Rap über einen

Streit mit den Eltern oder ein Punksong über die Ungerechtigkeit

des Lebens – im Februar wurden drei junge Bands während

des Bandcontests im Rahmen des plattform-Festivals am

Ernst Deutsch Theaters prämiert – nun treten sie mit neuen

Songs in diesem Mini-Festival der Aufständigen auf:

Die Gruppe Tonbandgerät mit Hamburger Pop vom Feinsten, die

Indie-Rocker Still in Search und Wortwaffe mit HipHop aus Steilshoop.

 

In Kooperation mit dem Ernst-Deutsch Theater.

Mi-10.06./20:00/ kmh

 

Das YoungStar Fest im Fundus Theater:

Sibylle Peters, Hamburg

Die Liste der verbotenen Dinge.

Ein Wunschtheater

Was ist richtig verboten und wäre doch zu schön um wahr zu

sein? Welches Verbotsschild löst dieses Kribbeln aus, das

bedeutet: jetzt erst recht? Kinder verschiedener Schulen

erstellen die Liste der verbotenen Dinge. In Zusammenarbeit

mit verschiedenen Künstlern wird diese Liste in Versuchsszenarien

verwandelt. Im Theater werden die Ergebnisse präsentiert.

Auf diese Weise erleben die beteiligten Schulklassen

nicht nur aufregendes Theater, sondern auch sich selbst als

Teil der Inszenierung. Mit ihren großartigen Ideen und Produktionen

hat die Leiterin des Projekts, Sibylle Peters in

den vergangenen Jahren bundesweit viel Anerkennung gefunden.

Für Kinder der Klassenstufen 3 bis 6.

 

Eine Koproduktion mit dem Fundus Theater.

Mo-15.06. bis Mi-17.06. /10:00

Ort: Fundus Theater

 

 

 

She She Pop, Hamburg/Berlin

Traumfabrik

In der TRAUMFABRIK arbeiten die PerformerInnen von She She

Pop wie am Fließband, um Träume auf Bestellung zu greifbar

wirklichen Szenarien zu machen.

In einem Zelt aus Leinwänden entsteht aus ihrer Fantasie

eine begehbare Innenwelt, in der sich die Spielerinnen

improvisierend wie Stummfilm-Pianisten bewegen – nach einem

Fahrplan, den nur sie kennen.

Es gilt Mut zu fassen: Tritt ein in das Innere deines

eigenen Kopfes! Beobachte, wie aus Deiner Traumarbeit ein

Theaterstück wird. Wir freuen uns auf Euren Besuch bei

Euch selbst!

 

In Kooperation mit dem Fundus Theater.

Fr-19.06. /10:00
Ort: Fundus Theater